"Wie würde es klingen, wenn eine Zeitmaschine spanische Musiker des späten 16. Jahrhunderts, eine von Bach angeführte Continuo-Gruppe, Duke Ellingtons Band aus dem Jahre 1940 und John Paul Jones zusammenbringen würde?"

Das fragte Alex Ross, der renommierte Musikkritiker des New Yorker, in seinem Artikel "Chacona, Lamento, Walking Blues" und beantwortete die Frage theoretisch mit: "Ziemlich gut". Denn Chaconne- und Lamento-Bass ziehen sich wie ein roter Faden durch mehrere Jahrhunderte, vom vermeintlichn Ursprung in den spanischen Kolonien der Neuen Welt im 16. Jahrhundert bis ins 20. Jahrhundert und die Entwicklung von Blues, Jazz und Rockmusik.

Das Sheridan Ensemble beantwortet die Frage mit ihrer Musik. Sie wirft Musik aus verschiedensten Epochen und Genres in einen virtuellen Schmelztiegel. Das Ergebnis: Neue Klangwelten und der Beweis, dass aus guter Musik sehr gute Musik werden kann - egal aus welcher Zeit und welchem Genre.

"Chacona, Lamento, Walking Blues" - die Geschichte einer Bassline über 500 Jahre

Beirpiel-Set A:

Claudio Monteverdi - Lamento della Ninfa
Antonio Bertali - Ciaconna in C
Luigi Rossi - Passacaglia
John Dowland - Lachrimae Antiquae
Radiohead - Exit Music (For a Film)
Henry Purcell - Dido's Lament

Beispiel-Set B:

The Eagles - Hotel California
Rogers & Hart - My Funny Valentine
György Ligeti - Improvisation über "Musica Ricercata VII"
Claudio Monteverdi - Zefiro torna
Miles Davis - All Blues
Radiohead - Reckoner
Englisches Volkslied - Dance to Your Daddy

Besetzung (6-9 Spieler):
Gesang, Flöte, Violine, Violoncello, Klavier, Cembalo & Truheorgel, Vibraphon, Theorbe, Barockgitarre & -tanz